Kongregation der Kanoniker des Heiligen Augustinus - CCSA

+ S T E M U S + I U X T A + C R U C E M +

L E B E N S - S Ä T Z E


Jeder Mensch begegnet im Lauf seines Lebens Situationen, die ihn beeindrucken und prägen.

Manchmal lesen wir ganz nichtsahnend ein Buch und stolpern geradezu über einen wichtigen Grund-Satz. Er prägt sich uns ein und geht fortan seinen Weg mit uns. Doch manchmal vergessen wir ihn wieder. Und plötzlich - in einer bestimmten Situation - erinnern wir uns daran.
Und erst jetzt erschließt sich uns seine volle Bedeutung für den weiteren Weg

Aus solchen und ähnlichen Erfahrungen heraus, haben wir als Kongregation begonnen unser geistliches Leben auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen.

Diese ist natürlich zuerst das Wort Gottes, wie es in den Schriften des Alten und Neuen Testamentes offenbart wurde.

In dieser Tradition sind die Glieder unserer Gemeinschaft beheimatet.
Da wir aber im Laufe der Jahre eine wirklich ökumenische Gemeinschaft geworden sind, tritt daneben auch die Tradition der Kirche in aller Deutlichkeit.

So begegnen sich in unserer Gemeinschaft mitunter Grund-Sätze, die sich auf den ersten Blick widersprechen. Aber unser beharrliches Mühen um Gemeinschaft wirkt in uns eine Klarheit im Verständnis dieser Grund und Gegensätze mit der wir sagen können:

Gott ist es der da wirkt - ALLES in ALLEM.


D I E   G E M E I N S C H A F T

Die CCSA wurde am 12. September 2005 von Pater +Pius H. Tonndorf mit 3 weiteren Brüdern gegründet. Er ist derzeitig der Prior der Gemeinschaft und in apostolischer Succession für die Gemeinschaft geweihter Bischof.



D I E   E R S T E   R E G E L   U N S E R E R   G E M E I N S C H A F T

"Wir wollen so auf Gott vertrauen, als ob der Erfolg allein von uns, nicht von Gott abhinge; so aber geben wir alles daran, als ob wir selbst nichts, Gott allein aber alles vollbringen werde.

Denn wer will, dem ist nichts zu schwer – vor allem nicht, wenn es aus Liebe zu Jesus Christus, unserem Herrn und Erlöser geschieht. "



U N S E R   G L A U B E  

I S T   D E R   G L A U B E   D E R   E I N E N   H E I L I G E N  

K A T H O L I S C H E N   U N D   A P O S T O L I S C H E N   K I R C H E


Wir glauben an den einen Gott,

den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herren Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen. 

Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.  

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater un dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.  Amen.


Was es heißt, Mitglied der Kongregation zu sein?

 Geistliche Gemeinschaften, besonders der Tradition verpflichtete, sind für viele sogenannte moderne Menschen eine fremde Welt jenseits der alltäglichen Erfahrung. Viele denken an Entsagung und Verzicht, strenge Disziplin und ein weltabgewandtes elitäres Dasein mit ständigem Beten hinter hohen, wenn auch in unserem Fall nur gedachten, Klostermauern.

Leben in und mit unserer Kongregation ist anders: ist engagiertes Christsein in Gemeinschaft, ist auch eine verbindliche Form der "Nachfolge Christi" in immer neuem Gewand. Natürlich in der Gemeinschaft der Konvente, aber auch im alltäglichen Bewähren der je eigenen Gemeinde.

Leben in und mit unserer Kongregation ist vielfältig, ist zeitlos und aufgrund seiner traditionellen Formen immer modern. Es kommt aus einer oft langen geistlichen Tradition und sucht doch immer neue Bezüge zur Gegenwart und natürlich zur Umwelt des Einzelnen.

Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit des Gemeinschaftslebens hat ihren Ursprung in der Art, wie Jesus Christus sein Leben und seine Sendung gestaltet hat.

- Seine Lebensgemeinschaft mit den Aposteln, die zur Schicksalsgemeinschaft wird,
- seine Hinwendung zu den Menschen,
- sein Eintreten für die an den Rand der Gesellschaft Gedrängten,
- sein ermutigendes Wort für Verzweifelte und Suchende,
- seine frohmachende Botschaft von Gottes Sorge um jeden einzelnen,
- sein rastloses Umherziehen zur Verkündigung des Evangeliums,
- seine stellvertretende Hingabe im Kreuzestod,
- seine bleibende Gegenwart als auferstandener Herr.

All das begeistert Menschen, die zusammen mit Gleichgesinnten solche Aspekte des Lebens und der Sendung Jesu zum Mittelpunkt ihres eigenen Lebens und ihrer gemeinsamen Sendung machen. Damit antworten wir auf die Nöte unserer Zeit, und vor allem auf Bedürfnisse der Kirche und natürlich derer, die in und mit der Kirche als dem mystischen Leib Christi leben wollen.

Oft ist das Leben in und mit der Kongregation auch deutlicher Kontrapunkt zum Alltag und ganz gewiß kritische Existenz in einer säkularen Welt. Genau so wird es oft auch zum Widerstand gegen das einfach so Hingenommene - auch in Politik und Gesellschaft.

Leben in und mit der Kongregation hat aber immer auch Zeichencharakter und weist über sich selbst hinaus:

Die Glieder der Kongregation wollen mit ihrer gewiss ungewöhnlichen Form der Gemeinschaft eine lebendige Erinnerung daran sein, dass das Leben mehr ist als Essen und Trinken, als Raffen und Schaffen, als die knappe Zeitspanne zwischen Geborenwerden und Sterben.

Die Glieder der Kongregation stehen dafür,
- dass es wichtiger ist zu sein, als zu haben
- und dass das Leben, das Gott uns schenkt, auch über den irdischen Tod hinausragt,
- und dass das Loslassen des eigenen Ich nicht Verlust bedeutet,
- sondern aus der Isolation des Individuums zur Gemeinschaft der durch Christus erlösten führt.

 


C C S A´ ler  werden

Zur Zulassung in die Kongregation gehört die spirituelle Eignung, die Bereitschaft und die Befähigung zum gemeinschaftlichen Wirken in den Konventen.
Natürlich auch die Bereitschaft zur Identifizierung mit den Zielen und Aufgaben der Kongregation und die Freude am geistlichen Leben in Lehre und Leben, Gebet und Spiritualität der Kongregation.
Wichtig ist uns die Bereitschaft zur Mitgestaltung der Kirchen in der Weise, wie es unserer Kongregation als ökumenischer Gemeinschaft zukommt.

Die Zeit des Kennenlernens und der Einführung ist vor allem auch eine Zeit der Motivationsklärung. Zum Gemeinschaftsleben im Gehorsam gegenüber den Regeln der Kongregation gehört eine Berufung Gottes, die nicht nur in subjektiver Selbsteinschätzung bestehen kann.

Wer Kongregationsmitglied werden möchte, muss sich selbst immer neu nach den Motiven befragen, sie im Laufe der Klärungs- und Einübungsphase vertiefen und läutern und sich daraufhin auch von den übrigen Mitgliedern der Kongregation prüfen lassen.
Diese Phase besteht aus drei Schritten: dem Postulat, dem Noviziat und schließlich der Hingabe in die Gemeinschaft.